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Weshalb Sprints einfach Sinn ergeben

By Stefan Nowaczynski 1 Jahr agoNo Comments
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Gerade in Scrum hat sich das iterative Vorgehen in festen Sprintlängen etabliert.  Üblicherweise haben sich 2 Wochen als feste Größe eingestellt. Allerdings suchen Teams nach Begründung eines solchen Vorgehen.

Ein Versuch von mir, es verständlich zu erklären.

 

Basic: Was ist ein Sprint?                   

Ein Sprint ist ein gleich langer sich regelmäßig wiederholender Zeitabschnitt eines Scrum Teams, um Feedback zu bekommen.

 

Schnelles Feedback erhalten

Feedback Sprint Planning

Das Team gibt dem Product Owner und somit auch dem Kunden einen Überblick über den kommenden Sprint, was es schaffen möchte.

Am ende eines Sprint folgt das Review. Am Review nehmen dann die Stakeholder wie Kunde, Anwender, Management und Team teil.

Durch Transparenz über die geleistete Arbeit erhalten alle ein schnelles Feedback über den Fortschritt, Entscheidungen und Verzögerungen.  Zwischen Kunde und Team entsteht so eine Diskussion – und Vertrauensbasis.

Unerledigte Dinge – Weniger unfertige Arbeit.

Frühes Feedback vom Kunden sorgt dafür, ob das Team die Bedürfnisse des Kunden wirklich abdeckt. Neue Features werden somit schneller als „fertig“ abgehackt. Unerledigte Arbeit ist nicht schlimm, aber erzeugt irgendwann eine Blockade in den Köpfen des Team. Wer will schon ständig unerledigte Arbeit mit sich herumschleppen.

Fehler machen sind erlaubt!

Es ist ganz normal Fehler zu machen. Gerade in der Softwareentwicklung werden Fehler gemacht. Das gehört dazu.

Gerade deshalb ist es so wichtig, die Fehler so früh wie möglich zu finden und Transparent darzustellen. Durch die Iteration haben wir eine künstliche Qualitätskontrolle. Die Qualität wird zum Beispiel durch Automatische Test, Coder Reviews oder Pair Programming ständig geprüft.

Der Vorteil bei der ständigen Qualitätskontrolle innerhalb einer Iteration ist, dass die Entwickler eines Teams noch den Kontext vor ihren Augen haben. Nur so können Fehler kostengünstig und schnell behoben werden.

Was kommt als nächstes?

Es liegt in der Natur des Kunden, dass er wissen möchte was als nächstes Feature kommt.  Der Product Owner kann ein zuverlässige und glubwürdige Antwort liefern, da über die Iterationen – Sprints – dem Scrum-Team es ermöglicht wird, Daten über die bisherige Produktionsleistung zu ermitteln und somit eine Roadmap zu erstellen.

14 Gründe, weshalb Sprints einfach Sinn ergeben

  • Der Product Owner weist voraussichtlich, wann welche Funktionalität fertig ist,
  • Die Kunden wissen, wann welche Funktionalität fertig ist
  • Koordinationsaufwand wird gespart
  • Das Team weist, wann es Feedback zur Entwicklung bekommt,
  • Durch die Liefergeschwindigkeit (Velocity) ist die leistbare Menge an Features bekannt
  • Frühes Feedback sorgt dafür, dass Korrekturen zeitnah erfolgen können und zeigen, wann ein Feature als „fertig“ abgehackt werden kann.
  • Das Team hat einen Überblick über die Arbeit im nächsten Sprint
  • Der Product Owner kann mit den Kunden eine Roadmap erstellen. Basierend auf der Velocity und Schätzungen
  • Fehler können schneller gefunden werden
  • Veränderungen können rechtzeitig kommuniziert werden
  • Vertrauen entsteht durch regelmäßige Zusagen
  • Fortschritt ist erkennbar und vor allem spürbar
  • Ist wird insgesamt sorgsamer gearbeitet
  • Die Arbeit macht mehr Spaß, ist lustvoll und das Team bleibt gefragt
Wie steht ihr zum Thema "Sprint"? Macht es Sinn oder seht ihr es eher als lästig und sinnlos?

Eine tolle Gegenüberstellung liefert mein Kollege Sebastian Radics in seinem Artikel "Time to abandon Scrum sprints? 14+7 arguments for your next steps towards agility"

Categories:
  Agiles Coaching, Scrum
About

 Stefan Nowaczynski

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Hi, ich bin Stefan! Als Berater, Trainer und Coach begleite ich seit vielen Jahren Einzelpersonen, Teams und Organisationen in Veränderungsprozessen. Ich bin der Überzeugung, dass Menschen Erstaunliches erreichen können, wenn man ihnen zeig, wie sie ihre Stärken richtig einsetzen und ihre Chancen bewusst macht.